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Bei der "praktischen" Anwendung der in den einschlägigen internationalen (ISO-GPS) Normen zur Verfügung gestellten Werkzeuge treten in der Regel eine Vielzahl an Fragen auf. Diese beginnen beim Verständnis des Normeninhaltes und gehen über die "richtige" Interpretation von Zeichnungs­eintragungen bis zur Lösung konstruktiver Aufgabenstellungen. Weitere Fragen ergeben sich bei der Abbildung der neuen geometrischen Werkzeuge in CAD-Programmen, der wirtschaftlichen messtech­nischen Umsetzung sowie der flächendeckenden betrieblichen Einführung dieses komplexen Normensys­tems.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch auch, dass die damit verbundenen Fragestellungen trotz der großen Diversität hinsichtlich konstruktiven Anforderungen, Bauteilgrößen oder eingesetzten Werkstoffen häufig nahezu identisch sind.

Wir möchten Ihnen mit diesem Diskussionsforum eine Plattform zur Verfügung stellen, Ihre Fragen und „Tolerierungsprobleme“ zu diskutieren. Möglicherweise finden Sie auch in den bereits bearbeiteten Forenbeiträgen die Antwort auf eine Ihrer Fragestellungen.

Wir hoffen, dass dieses Diskussionsforum einen regen Erfahrungsaustausch initiiert und zu einer schnellen Beantwortung Ihrer Fragen führt. Hier können Sie sich für das Forum registrieren.

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Blech mit 8 Bohrungen mit Schrauben befestigen

Guten Tag.
Folgende Konstruktion liegt vor. Ein Blech soll mit 8 Schrauben auf einer Seite eines Quaders befestigt werden. Die M6 Gewindebohrungen im Block sind wie auf dem Bild "Bohrung" zu sehen mit 0,3mm positioniert. Die Bezüge A, B und C sollen der Einfachheit halber drei Flächen des Quaders sein. Das Blech ist auf Bild "Blech" dargestellt. Ist folgende Annahme korrekt?

Alle 8 Schrauben lassen sich im Extremfall gerade noch montieren. Vorausgesetzt die Schrauben haben einen Außendurchmesser von maximal 6mm. Hier der Rechenweg:

M6 + 0,3mm (Positionstoleranz im Block) = Ø6,3mm

Ø6,6 - 0,2mm (unteres Abmaß) -0,1mm (Positionstoleranz im Blech) = Ø6,3mm

Durch die Maximummaterialbedingung wächst die Zulässige Positionstoleranz bei maximalem Bohrungsdurchmesser auf 0.5mm an. Rechenweg:

Ø6,6 + 0,2mm (unteres Abmaß) -Ø6,3mm = 0,5mm

Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung bzw. Verbesserungsvorschläge freuen.

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TeamKonstruktion
Mitglied seit 28. 09. 2016
6 Beiträge

mE korrekt dargelegt.

Einzig eine Anmerkung zur MaxMatBed.: Der Pos.Tol. wird im Extremfall die gesamte ØTol. zugeschlagen, das macht den "Rechenweg" evtl. einfacher (im Sinne von: unabhängig von den Nennmaßen).
0.1 + 0.4 = 0.5

StephanR
Mitglied seit 15. 12. 2014
0 Beiträge

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

TeamKonstruktion
Mitglied seit 28. 09. 2016
6 Beiträge

Hallo "TeamKonstruktion"
die Überlegung ist korrekt. Die MMVC's sind für alle 8 Bohrungen hinsichtlich Richtung und Ort zueinander eingeschränkt und betragen jeweils 6,3 mm. Keine dieser virtuellen Grenzen kann von einer Bolzenoberfläche durchbrochen werden. Voraussetzung für die Richtigkeit dieser Überlegung ist jedoch, dass die Toleranzen von Gewindebolzen und Gewindebohrung (siehe ISO 965-1) vernachlässigt werden.

Beste Grüße

V. Läpple

volkerlaepple
Mitglied seit 28. 05. 2014
88 Beiträge