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Bei der "praktischen" Anwendung der in den einschlägigen internationalen (ISO-GPS) Normen zur Verfügung gestellten Werkzeuge treten in der Regel eine Vielzahl an Fragen auf. Diese beginnen beim Verständnis des Normeninhaltes und gehen über die "richtige" Interpretation von Zeichnungs­eintragungen bis zur Lösung konstruktiver Aufgabenstellungen. Weitere Fragen ergeben sich bei der Abbildung der neuen geometrischen Werkzeuge in CAD-Programmen, der wirtschaftlichen messtech­nischen Umsetzung sowie der flächendeckenden betrieblichen Einführung dieses komplexen Normensys­tems.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch auch, dass die damit verbundenen Fragestellungen trotz der großen Diversität hinsichtlich konstruktiven Anforderungen, Bauteilgrößen oder eingesetzten Werkstoffen häufig nahezu identisch sind.

Wir möchten Ihnen mit diesem Diskussionsforum eine Plattform zur Verfügung stellen, Ihre Fragen und „Tolerierungsprobleme“ zu diskutieren. Möglicherweise finden Sie auch in den bereits bearbeiteten Forenbeiträgen die Antwort auf eine Ihrer Fragestellungen.

Wir hoffen, dass dieses Diskussionsforum einen regen Erfahrungsaustausch initiiert und zu einer schnellen Beantwortung Ihrer Fragen führt. Hier können Sie sich für das Forum registrieren.

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Darstellung der Referenzfläche "A"

"A" soll von 3 Punkten gebildet werden, von denen 2 in der gleichen Ebene liegen, der 3. müsste 4,3mm oberhalb des Körpers projiziert sein. Wäre die Lösung in der angehängten Datei zulässig?
Vielen Dank im vorraus.
uriedl

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uriedl
Mitglied seit 22. 09. 2016
1 Beiträge

Aus meiner Sicht wäre es ausreichend, die Benennung "A3" in der Schnittansicht auf die Bauteilfläche zu ziehen. Evtl. auch zusätzlich ein "A3" in die Vorderansicht zur Klarstellung, leichteren Auffindbarkeit o.ä.

Zur Erklärung: Man könnte sich den Bezug A auch in Form einer Bauteilaufnahme oder -Auflage vorstellen. Eine ebene Fläche für A1 und A2. Bei A3 gäbe es eine Erhöhung oder Stufe mit dem Abstand vom angegebenen TED. Welches der beiden Niveaus man dann "A" nennt, spielt im Grunde keine Rolle mehr (sie sind ja durch ein TED "verbunden" ).

Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich ausgedrückt.

StephanR
Mitglied seit 15. 12. 2014
0 Beiträge

Hallo,
nach der derzeitigen Fassung von ISO 5459:2011 darf die Bezugsstellensymbolik nur dann verwendet werden, falls der Bezug nicht vom gesamten Geometrieelement gebildet werden soll. Das assoziierte Geometrieelement kann dabei vom selben geometrischen Typ wie die Nenngeometrie des Bezugselements (vorherbestimmte Berührstellen mit dem Bezugselement) oder von einem anderen geometrischen Typ (nicht vorherbestimmte Berührstellen mit dem Bezugselement; dann zusätzlich [CF]-Modifikator notwendig) sein. Diese Voraussetzungen sind hier jedoch nicht gegeben. Formal müsste daher jeder der drei separaten Kreisringflächen ein eigener Bezugsbuchstabe (z. B. A, B und C) zugeordnet und daraus ein gemeinsamer Bezug "A-B-C" gebildet werden. Dann treten standardmäßig wieder die üblichen Regeln der Bezugsbildung in Kraft (äußere Materialbedingung, Minimax). Wenn keine Verwechslungsgefahr besteht, wäre es auch denkbar nur eine Kreisringfläche z. B. mit dem Bezugsbuchstaben "A" zu kennzeichnen (ergänzt durch die Anzahl der Bezugselemente, also 3x) und den gemeinsamen Bezug dann "A-A" zu nennen (allerdings nicht konform im Sinne von ISO 5459).

Beste Grüße

V. Läpple

volkerlaepple
Mitglied seit 28. 05. 2014
87 Beiträge

Hallo,

ich stimme Hr. Läpple vollkommen zu, dass die Bezugsstellenanwendung hier nicht normkonform wäre.

Ein weiterer möglicher Ansatz wäre eventuell, auf die 3 Kreisringflächen eine Positionsbewertung mit CZ (oder auch Profil) zu setzen (ähnlich wie man auch ein Bezugselement hinsichtlich der Ebenheit betrachten sollte). Danach könnte man einen Bezugselement-Indikator auf dem Toleranzindikator platzieren.
Einen ähnlichen Ansatz (dann aber am Beispiel einer CF-Modifikation) zeigt die derzeitige Entwurfsfassung der ISO 5459.

Gruß
Marcus

MarcusG80
Mitglied seit 17. 03. 2017
6 Beiträge