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Bei der "praktischen" Anwendung der in den einschlägigen internationalen (ISO-GPS) Normen zur Verfügung gestellten Werkzeuge treten in der Regel eine Vielzahl an Fragen auf. Diese beginnen beim Verständnis des Normeninhaltes und gehen über die "richtige" Interpretation von Zeichnungs­eintragungen bis zur Lösung konstruktiver Aufgabenstellungen. Weitere Fragen ergeben sich bei der Abbildung der neuen geometrischen Werkzeuge in CAD-Programmen, der wirtschaftlichen messtech­nischen Umsetzung sowie der flächendeckenden betrieblichen Einführung dieses komplexen Normensys­tems.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch auch, dass die damit verbundenen Fragestellungen trotz der großen Diversität hinsichtlich konstruktiven Anforderungen, Bauteilgrößen oder eingesetzten Werkstoffen häufig nahezu identisch sind.

Wir möchten Ihnen mit diesem Diskussionsforum eine Plattform zur Verfügung stellen, Ihre Fragen und „Tolerierungsprobleme“ zu diskutieren. Möglicherweise finden Sie auch in den bereits bearbeiteten Forenbeiträgen die Antwort auf eine Ihrer Fragestellungen.

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Mehrdeutung von Hüllbedingung E

Guten Tag Zusammen,

Grundlage des Problems ist hier das Modifikationssymbol E (Hüllbedingung).

Ausgangssituation ist eine Welle mit zwei unterschiedlichen Wellendurchmessern.
Ein Wellenzapfen sei ø "X" h7 (E) und der angrenzende andere Wellenabschnitt sei ø Y (Allgemeintoleriert).

Das Hauptmerkmal des Modifikationssymbols E ist die Fügbarkeit zweier Teile, wie bekannt.

Nun kam gestern die Frage bzw. wurde die Aussage gemacht, dass das Modifikationssymbols E indirekt die Konzentrizität zweier Wellenabschnitte mit unterschiedlichem Durchmesser zueinander in Abhängigkeit setzt, bzw. dass die Lageabweichung "Parallelität" der beiden Achsen der unterschiedlichen Wellenabschnitte zueinander durch das (E) eingeschränkt wird.

Nun zu meiner Frage:

1.) Wie soll das MS (E) konkret interpretiert werden?

2.) Welche anderen Spezifikationen umfasst das Modifikationssymbol E, außer der Bedingung der einwandfreien Fügung zweier Teile noch?

Viele Dank im Voraus.

Viele Grüße

M.Fischer

Fischer
Mitglied seit 22. 04. 2015
5 Beiträge

Hallo Herr Fischer,

grundsätzlich ist die Hüllbedingung (=E) bei einer Welle die Kombination aus kleinstem umschriebenen Zylinder (=GN) und einem Zweipunktmaß (=LP). Die Grenzen legen jeweils das obere und das untere Abmaß fest.

Eine Konzentrizität verlangt nach einem Bezug. Was wäre im o.g. Anwendungsfall der Bezug? Der Durchmesser mit oder der ohne Hüllbedingung? Was ist der Bezug, wenn der Durchmesser ohne Hüllbedingung auch eine Hüllbedingung bekommt?

Fazit: Mehrdeutigkeiten sind grundsätzlich nicht erwünscht und ich habe bisher in keiner Norm etwas zu o.g. Aussage gelesen. Daher ist aus meiner Sicht die o.g. Interpretation unzulässig bzw. falsch. Wenn eine Konzentrizität benötigt wird, dann ist diese auch anzugeben.

Schöne Grüße
GPS2020

GPS2020
Mitglied seit 12. 11. 2014
34 Beiträge

Guten Morgen Herr "Jürgen",

vielen Dank für Ihre Rückmeldung bezgl. diesem Thema!

Ich hatte hierzu die selben Gedanken wie Sie und werde diese nun , durch Ihre Hilfe bestätigt, auch so weitergeben.

Vielen Dank

Viele Grüße

M.Fischer

Fischer
Mitglied seit 22. 04. 2015
5 Beiträge