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Bei der "praktischen" Anwendung der in den einschlägigen internationalen (ISO-GPS) Normen zur Verfügung gestellten Werkzeuge treten in der Regel eine Vielzahl an Fragen auf. Diese beginnen beim Verständnis des Normeninhaltes und gehen über die "richtige" Interpretation von Zeichnungs­eintragungen bis zur Lösung konstruktiver Aufgabenstellungen. Weitere Fragen ergeben sich bei der Abbildung der neuen geometrischen Werkzeuge in CAD-Programmen, der wirtschaftlichen messtech­nischen Umsetzung sowie der flächendeckenden betrieblichen Einführung dieses komplexen Normensys­tems.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch auch, dass die damit verbundenen Fragestellungen trotz der großen Diversität hinsichtlich konstruktiven Anforderungen, Bauteilgrößen oder eingesetzten Werkstoffen häufig nahezu identisch sind.

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Geometrische Tolerierung von Toruskörpern

Hallo zusammen,

hinsichtlich der geometrischen Tolerierung eines O-Ring ähnlichen Formteils sind bei mir einige Fragen zur geometrischen Tolerierung aufgekommen.

(Zwecks besseren Verständnis ist anbei eine stark reduzierte Zeichnung angehängt. Das reelle Ist-Teil weißt noch eine Kabelführung am äußeren Rand etc. auf)

Stichpunktartig geht es mir um die folgenden Fragen:

- Wenn ein Ring im Spritzgussverfahren aus zwei Formhälften gespritzt & entformt wird, entstehen hierbei ein mehr oder weniger ausgeprägter Formteilungsgrat & Versatz. Ist es zweckmäßig die zulässigen Abweichungen für den Versatz & Grat über eine geometrische Tolerierung, z.B. mittels Rundheitsabweichung, anzugeben?

- Hätte diese Rundheitsabweichung bei einem Torus nur eine Geltung für den Ringquerschnitt oder auch für den gesamten Torus als solches? Falls dem so wäre, wie ist anzugeben das nur der Ringquerschnitt gemeint ist?

- Um die Formabweichung des gesamten Torus vorzunehmen, hätte ich eine Profilformtoleranz gewählt. Meine Frage zur Interpretation dieser wäre, ob die Toleranzzone dabei generell von dir idealen Nenngeometrie in beiden Richtungen "Aufgespannt" wird. Es entstünden nach meinen Verständnis quasi zwei Tori. Einer mit größerem Querschnitt für die obere Toleranzgrenze und einer mit kleinerem Querschnitt für die Untere. Das Problem welches dabei aber entstehen könnte, wäre das der kleinere Tori bei entsprechend vorausgesetzter Toleranzzone irgendwann einen Nullpunkt überschreitet an welchem er negativ werden müsste. Entfällt der kleinere Torus dann für die Gesamttoleranz oder beginnt er sich nach dem überschreiten des "Nullpunkts" wieder auszudehnen? Vielleicht bin ich mit meiner Vorstellung aber auch vollkommen auf den Holzpfad....

- Der bemaßte Innendurchmesser des Rings mit dem Spezifikator (GG) würde doch grundsätzlich weiterhin gelten wenn eine Profilformtoleranz eingetragen wird? Sprich der Ring dürfte doch nur insoweit oval werden wie es spätestens die Formtoleranz einschränkt?

Zuletzt hätte ich noch die Frage nach einer Toleranzempfehlung. Angenommen der Konstrukteur möchte die Welligkeit eines O-Rings in andere Größe als die zulässige Ovalität angeben. Wie würde man hier vorgehen?

(Welligkeit im Schnitt A-A betrachtet / Ovalität in der verbleibenden Draufsicht)

Vielen Dank in Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

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Uhlig_A
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