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Bei der "praktischen" Anwendung der in den einschlägigen internationalen (ISO-GPS) Normen zur Verfügung gestellten Werkzeuge treten in der Regel eine Vielzahl an Fragen auf. Diese beginnen beim Verständnis des Normeninhaltes und gehen über die "richtige" Interpretation von Zeichnungs­eintragungen bis zur Lösung konstruktiver Aufgabenstellungen. Weitere Fragen ergeben sich bei der Abbildung der neuen geometrischen Werkzeuge in CAD-Programmen, der wirtschaftlichen messtech­nischen Umsetzung sowie der flächendeckenden betrieblichen Einführung dieses komplexen Normensys­tems.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch auch, dass die damit verbundenen Fragestellungen trotz der großen Diversität hinsichtlich konstruktiven Anforderungen, Bauteilgrößen oder eingesetzten Werkstoffen häufig nahezu identisch sind.

Wir möchten Ihnen mit diesem Diskussionsforum eine Plattform zur Verfügung stellen, Ihre Fragen und „Tolerierungsprobleme“ zu diskutieren. Möglicherweise finden Sie auch in den bereits bearbeiteten Forenbeiträgen die Antwort auf eine Ihrer Fragestellungen.

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Traganteil Rmr

Guten Tag,

in unseren alten Zeichnungen ist der Traganteil eines Kegels noch mit Rz20 tpi 20 >=70% bemaßt.
Da die alte Norm zurückgezogen wurde und die Oberflächenangabe aktualisiert wurde, benötige ich ein wenig Hilfe. Es geht um eine Anbindung einer Spurstange.

In den Schulungsunterlagen sind hier einige Beispiele aufgeführt.
Jedoch komme ich da nicht ganz so zurecht.

Die maximalen Spitzen sollen Rz20 nicht überschreiten und der Materialanteil soll bei Rz10 ermittelt werden. Von unserer QS kam noch der Hinweis, dass Sie einen Referenzschnitt bei 5% in der Maschine einstellen. Der Traganteil soll bei mindestens 70% liegen. Und es handelt sich um ein R-Profil.

Kann mir einer weiter helfen, wie ich richtig die Bemaßung formuliere?

Danke und Gruß
Thomas Töws

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Alphakuchen
Mitglied seit 25. 02. 2016
2 Beiträge

Hallo Herr Töws,
eine entsprechende Angabe für den Materialanteil des Profils (Rmr) mit Angabe der Referenzschnittlinienhöhe c(0) bei einen Materialanteil von 5 % könnte wie im beigefügten Beispiel gezeigt lauten.

Bitte beachten Sie, dass der Vorschlag auf ISO 1302:2002/DAM 2:2010 basiert. Dieser Normentwurf (Ergänzung zu ISO 1302) wurde jedoch zwischenzeitlich wieder zurückgezogen. Sie müssten dementsprechend die Decodierung der Spezifikation in einem separaten Dokument (z. B. Werksnorm) erläutern.

Ein Materialanteil kann nicht bei einem bestimmten Rz.Wert (z. B. Rz 10), sondern nur bei einer definierten Schnittlinienhöhe c (gemessen ab Referenzschnittlinienhöhe) angegeben werden. Im Beispiel beträgt dieser Wert 6 µm. Die rot markierten Zahlenwerte wurden nur beispielhaft verwendet und müssen entsprechend angepasst werden.

Falls die Auswertelänge 5 x Einzelmessstrecke ist, muss diese nicht angegeben werden. Eventuell ist noch die Höchstwert-Regel anstelle der 16 %-Regel zu spezifizieren (Modifikator "max" ). Auf jeden Fall sollte aber die Grenzwellenlänge (Cut-off) mit angegeben werden (0,8 mm im Beispiel).

Der Rz-Wert kann zusätzlich (als weitere Forderung) mit angegeben werden. Auch hier sollte eine entsprechende Grenzwellenlänge und ggf. die Höchstwertregel festgelegt werden.

Beste Grüße

V. Läpple

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volkerlaepple
Mitglied seit 28. 05. 2014
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